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An unserer Schule lernen 4hundertsechzig Kinder gemeinsam mit ihren 7undzwanzig Lehrern.

Es ist ein Privileg, jeden Tag mit Kindern zusammen auf Entdeckungsreise gehen zu dürfen – zu sehen, wie sie sich die Welt erklären, sie begreifen und sie dabei zu unterstützen. So ein gemeinsam verbrachtes Schuljahr bedeutet zweihundert zusammen gelebte Tage! Und doch wird sie jeder von uns anders erleben.

Jeder verbindet mit dem Schulbesuch Erwartungen; das Kind hat sie – Sie als Eltern und wir als Lehrer und Erzieher Ihres Kindes haben Erwartungen. Sie an uns und wir an Sie und jeder an das Kind…
Mit der Einschulung beginnt eine der spannendsten Zeiten in der Entwicklung eines kleinen Menschen.
Wir Erwachsenen sollten uns dies immer wieder bewusst machen, denn es ist auch eine der wichtigsten Zeiten. Lassen Sie uns stets gemeinsam nach den besten Wegen für Ihr Kind suchen. Wir sagen mit Bedacht WEGE. Denn es wird keine Einbahnstraße mit Gewähr auf Erfolg geben. Umwege und Nebenstraßen werden wir, Ihr Kind und Sie, beschreiten und es in seiner Entwicklung begleiten.

Vieles wird nur möglich werden, wenn wir es verstehen, offen, ehrlich und einsatzbereit für die Kinder – immer im Zusammenspiel da zu sein.

Was kann da der Maßstab sein, an dem wir unser Zusammenwirken messen? Wir denken, doch nur das Kind.
Dafür ist man als Mama und Papa da und wir als Pädagogen.
Für das Kind ist Schule da!
Und daran sollten wir uns messen lassen.

Oft sind es die scheinbar kleinen Dinge. Ein Miteinander konstruiert sich auf der Basis von Respekt. Meist verwenden wir den Begriff unpräzise. Wir beklagen die respektlose Jugend – meinen aber den Mangel an Höflichkeit, meinen Angst oder Gehorsam.

Respekt aber heißt Rücksicht nehmen
auf etwas
auf anderes
auf andere!
Das Wort Respekt meint „sich umschauen“.
Sich mit dem Anderen beschäftigen, damit man weiß, wer er ist.

Aus dem Hinschauen ergibt sich ein Bild. Es muss mir nicht gefallen, aber ich habe es zu achten.
Das Abbild des anderen erkennen, lohnt. Ihm zu begegnen wird einfacher.
Wenn ich die Wege zu ihm kenne, seine Sprache spreche, versteht er mich auch.
Verstehe ich dich – achte ich dich.

Lassen Sie uns in diesem Sinne miteinander für die Kinder da sein, leben wir es ihnen vor!